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[Rezension] Die Schule der Nacht von Ann A. McDonald

Die letzten drei Wochen durfte ich im England-Urlaub verbringen vor welchem ich glücklicherweise, aber total unabsichtlich ein sehr passendes Buch begonnen habe. Hierbei handelt es sich um Die Schule der Nacht von Ann A. McDonald, welches kürzlich im Penhaligon Verlag auf Deutsch erschienen ist. Vielen lieben Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares! Gelockt wurde ich mit dem Versprechen einer düsteren, unheimlichen und vor allem spannenden Geschichte über eine geheime Gesellschaft, die es vielleicht wirklich gegeben haben könnte, ein Mädchen, das Geheimnisse lüften möchte um mehr Klarheit in das Dunkel ihrer Familiengeschichte zu bringen und natürlich einem tollen Setting, nämlich der Collegestadt Oxford! Ob das Buch meine Erwartungen erfüllen konnte, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Die Schule der Nacht von Ann A McDonald

| Veröffentlicht: 25. Mai 2017 von Penhaligon | Gebundene Ausgabe | Preis: 19,99 € |
| 445 Seiten | ISBN: 978-3-7645-3177-5 | Originaltitel: The Oxford Inheritance |

Die Geschichte

Atmosphärisch, düster, spannend – perfekt für alle Fans von Deborah Harkness.

»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …

(Quelle)

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Äußerlichkeiten

Das Cover finde ich sehr schön und passend. Die dunklen Farben sehen geheimnisvoll aus und machen einem richtig Lust darauf, in die Geschichte einzutauchen. Ausnahmsweise – und ich glaube zum allerersten Mal – finde ich den deutschen Titel eines Buches irgendwie passender als das englische Original (The Oxford Inheritance).

Schreibstil & Plot

Es ist mir wirklich unglaublich schwer gefallen in diese Geschichte einzutauchen. Das muss gleich zu Anfang gesagt werden, da es der Punkt ist, der mich am allermeisten an diesem Buch gestört hat und der dafür gesorgt hat, dass ich bis zum Schluss nicht richtig warm damit wurde. Die erste Hälfte, wenn nicht sogar noch mehr, hat sich gezogen wie zäher Kaugummi und zwar durchgehend. Die Protagonistin Cassandra betreibt sehr viel Recherchearbeit in alten Bibliotheken mit geheimnisvollen Dokumenten, was sich für mich eigentlich spannend anhört, dem war aber leider nicht so. Sie tut nämlich so gut wie nichts anderes für gut 200 Seiten ohne zu einem nennenswerten Ergebnis zu kommen und das war einfach nur langweilig. Die Spannung hat komplett gefehlt und ich habe die ganze Zeit vergeblich auf irgendeinen auflockernden Moment gewartet, der die Handlung hätte vorantreiben können.

Als die Handlung dann langsam doch noch ins Rollen kam, war ich sehr überrascht von der Richtung, die die Autorin eingeschlagen hat, aber leider nicht positiv. Ich fand die Erklärungen für alles leider sehr hastig und unplausibel zusammengewürfelt, das Ende kam mir zu abrupt.

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Ich muss gestehen, dass ich einige Male wirklich ganz kurz davor war das Buch abzubrechen, nachdem ich bereits einige Wochen am Lesen war, aber einfach keine großartige Lust dafür aufbringen konnte. Da ich das aber wirklich hasse, habe ich mir selbst einen Tritt in den Hintern verpasst und es beendet. Auch wenn der Schluss ebenfalls nicht nach meinem Geschmack war, bin ich doch froh es geschafft zu haben.

Der Schreibstil war für mich nichts Besonderes. Die Geschichte ist relativ gut geschrieben, wenn man allein den Lesefluss betrachtet, denn sie lässt sich sehr leicht und zügig lesen, aber das ist mir irgendwie nicht genug. Ich hatte vielleicht etwas poetischere Sprache erwartet, denn gerade bei einer „düsteren“ und geheimnisvollen Geschichte hätte das richtig gut gepasst und wahrscheinlich für mehr Stimmung gesorgt. Insgesamt war mir der Schreibstil einfach zu lasch und dieses geheimnisvolle Feeling ist auf der Strecke geblieben.

Charaktere

Mir war jeder einzelne der Charaktere viel, viel, viel zu unnahbar – allen voran die Protagonistin Cassandra. Leider erfährt man nie viel über ihre Gefühle, ihre echten Gedanken, einfach ihr ganzes Innenleben. Anfangs dachte ich noch, dass sich das bestimmt mit dem Verlauf der Geschichte ändern würde, man nach und nach mehr über sie erfahren würde, dem war aber leider nicht so. Cassandra hat so viel Potenzial, da sie sehr viele Facetten besitzt, die aber leider immer nur ganz kurz angesprochen wurden bevor sie sich wieder verschlossen hat. Das ist sehr schade und hat sie platt wirken lassen.

Ähnlich ist es mit den Nebencharakteren. Mir ist keiner von ihnen sympathisch, nicht einmal Cassandras Mitbewohnerin oder ihr Kollege, die übrigens auch ihre einzigen Freunde sind. Dafür blieben sie zu formlos, denn man hat einfach nicht genug über sie erfahren.

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Fazit

Insgesamt hat mich Die Schule der Nacht eher enttäuscht. Zwar hat sich das Tempo gegen Ende hin doch noch etwas erhöht, aber das lasche Ende und die unplausiblen Wendungen konnten mich nicht vom zähen Anfang ablenken. Ich hatte so sehr auf eine nervenaufreibende Mystery-Geschichte gehofft, aber leider ein seichtes Geplätscher serviert bekommen. Sehr schade, gerade weil Oxford eine total schöne Stadt ist, die einen tollen Schauplatz abgibt!

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1,5 von 5 Hubbles

larissa


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3 thoughts on “[Rezension] Die Schule der Nacht von Ann A. McDonald”

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