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[Rezension] Ben Heart und das Vermächtnis des Planeten Tiboo von Peter Clark

Heute schreibe ich endlich, endlich die Rezension zu einem Buch, das ich mittlerweile schon vor einigen Wochen erhalten und fertig gelesen habe. Es handelt sich um den Science Fiction/Fantasy Roman Ben Heart und das Vermächtnis des Planeten Tiboo von Peter Clark, von welchem mir der Autor freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Die Geschichte klang wirklich außergewöhnlich und sehr vielversprechend – lest weiter, wenn ihr erfahren wollt, wie sie mir gefallen hat.

Ben Heart

| Self-Publisher | 2017 | Gebundene Ausgabe | Preis: 21,90 €  |
| 505 Seiten | ISBN: 3000564578 | Website |

Die Geschichte

Klappentext:

Als Ben Heart durch den Wald flieht, folgt er den goldenen Lichtern am Nachthimmel. Sie haben ihm das Leben gerettet, aber noch weiß er nicht, was sie bedeuten. Eva und Ron suchen ihn schon seit Monaten, denn ohne seine Hilfe können sie das Geheimnis der Seelen nicht entschlüsseln. Doch sie sind nicht die Einzigen auf der Jagd nach dem Seelenwanderer. Ein dunkler Schatten findet zurück zu alter Stärke und bedroht nicht nur die Welt der Seelen, sondern auch die, der Menschen.

Teaser vom Autor:

Ben Heart ist 17 Jahre alt und befindet sich seit seiner Kindheit in psychiatrischer Behandlung. Noch weiß er nicht, dass ihm seine Augen die Existenz der Seelen offenbaren, die in einer Parallelwelt leben. Wie kleine, goldene Lichter leuchten sie im Inneren seiner Mitmenschen, doch niemand erkennt seine Begabung. Die Einsamkeit und die Behandlung mit starken Medikamenten treiben Ben in eine tiefe Depression. Mit einem Strick um den Hals steigt er auf einen Stuhl und sieht ein letztes Mal aus dem Fenster, um sich von der Welt zu verabschieden. Plötzlich bemerkt Ben, dass die goldenen Lichter am Nachthimmel anfangen sich zu ordnen und ihm eine Richtung vorgeben. Es war das Zeichen, worauf er bereits sein Leben lang gewartet hatte. Am nächsten Morgen flüchtet Ben mit seinem besten Freund William aus der Nervenklinik. Gemeinsam folgen sie den Seelen in ein aufregendes Abenteuer und Ben wird klar, dass er nicht nur um sein eigenes Leben kämpfen muss, sondern um das aller Menschen.  

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Äußerlichkeiten

Ich finde das Cover sehr gelungen. Es passt gut zum Buch und stellt ein wichtiges Element der Geschichte dar. Die Rückseite des Buches gefällt mir besonders gut: sehr simpel gehalten, aber trotzdem schön.
Auch der Titel ist gut gewählt – man weiß gleich um was es geht und wer die Hauptperson sein soll. 

Schreibstil & Plot

Mir gefällt die Idee des Autors wirklich außerordentlich gut. Die Frage, was nach dem Tod mit uns passiert, ob es Seelen wirklich gibt und wie sich diese verhalten fand ich persönlich schon immer spannend und ich habe ehrlich gesagt noch kein Buch gelesen, das dieses Thema in solch einer Art thematisiert.

Es hat mir wirklich Spaß gemacht die Geschichte zu lesen und ich wollte bei jeder Unterbrechung wissen wie es weiter geht. Das ganze ist spannend aufgezogen: die Charaktere sind natürlich nicht immer alle am gleichen Ort, also schwenkt die Perspektive immer wieder hin und her und man lernt öfters neue Charaktere kennen, die den Plot in andere Richtungen treiben oder Dinge offen legen, die dem Leser vorher noch unbekannt waren. Die Geschehnisse sind weitgehend plausibel und gut miteinander verarbeitet, nur der Einstieg mit Ben und Williams Flucht aus der Psychiatrie war mir etwas zu abrupt. Hier hätte ich so gern zeitlich etwas weiter vorne in der Geschichte begonnen und mehr über Bens Leben vor der Flucht erfahren, unter anderem seinen Selbstmordversuch, der leider nur kurz im Teaser erwähnt wird. Das Ende ist spannend, da es noch viele Fragen offen lässt und es ist definitiv Luft für einen zweiten Teil.

Leider sollte meiner Meinung nach am Schreibstil noch etwas gearbeitet werden. Oft waren mir die Dialoge etwas zu überzogen und dramatisch dargestellt oder ich fand die generelle Wortwahl etwas unpassend. Die Geschichte las sich dadurch eher holprig und mir kamen einige Momente, die besonders emotional sein sollten schnulzig und einfach unüberarbeitet vor, fast wie eine Rohfassung. Wäre hier noch mehr mit dem Text gearbeitet worden, hätte mir das Buch wahrscheinlich viel besser gefallen.

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Charaktere

Die Geschichte folgt mehreren wichtigen Charakteren, unter anderem natürlich Ben, und beschäftigt sich nicht nur mit der Rolle, die sie im Hauptplot spielen, sondern auch mit ihren ganz persönlichen Geschichten. Jedem wurde eine Hintergrundgeschichte gegeben, was den einzelnen Personen mehr Substanz gibt und sie realer erscheinen lässt. Ich mag fast alle Charaktere, weil die meisten einfach liebenswürdig sind und man schon mit ihnen mitleidet, nur leider sind mir manche etwas zu kurz geraten.

Vor allem von Ben, der eigentlichen Hauptperson, hätte ich mit etwas mehr erwartet. Ich finde ihn am aller spannendsten, immerhin ist er der Seelenwanderer, doch er ist in der Flut der Charaktere ein wenig untergegangen. Gern hätte ich noch mehr über seinen Hintergrund erfahren – zum Beispiel seine Familie, wie er in die Psychiatrie gekommen ist und wie er seither mit seiner Gabe klargekommen ist. Dafür ist hoffentlich im zweiten Teil noch Platz.

Die Freundschaft zwischen Ben und William hat mir sehr gut gefallen. Beide sitzen mehr oder weniger im gleichen Boot und müssen zusammenhalten um aus ihrer schrecklichen Situation herauszukommen. Ron und Evas Beziehung ging mir etwas zu schnell und auch hier fand ich einige Aspekte überdramatisiert. Ein langsamerer Einstieg hätte mir besser gefallen.

Wie ihr seht gefallen mir die Grundideen alle sehr gut – ich hätte nur gern mehr gehabt. Mehr Tiefe, mehr Hintergrund, mehr Zusammenhänge und ein kleines bisschen weniger Drama. Nichtsdestotrotz waren die Charaktere unterhaltsam und ich habe gerne über sie gelesen.

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Lieblingszitat

Irgendwann wirst du erkennen, dass unsere Entscheidungen uns zu dem machen, der wir sind. Die Welt ist nicht gespalten in Gut und Böse. Jeden Morgen entscheiden wir, wer wir sind und wer wir sein wollen. Es ist nie zu spät den richtigen Weg einzuschlagen. (Seite 412)

Fazit

Eine spannende Geschichte mit außergewöhnlichem Thema und liebenswürdigen Charakteren. Was den Schreibstil und die Ausarbeitung der Charaktere sowie deren Beziehungen angeht ist definitiv noch Luft nach oben und ich konnte leider nicht vollständig überzeugt werden. Dennoch habe ich das Buch gern gelesen und es als spannend empfunden. Auf den zweiten Teil bin ich gespannt und hoffe so sehr auf mehr Informationen über Bens Hintergrund.

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3 von 5 Hubbles

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2 thoughts on “[Rezension] Ben Heart und das Vermächtnis des Planeten Tiboo von Peter Clark”

  1. Guten Morgen,
    das Cover finde ich auch äußerst ansprechend, aber deine Rezension hält mich (zum Glück) doch eher davon ab, mir das Buch zu kaufen. Ich denke, dass mich deine Kritikpunkte auch sehr stören würden. Von daher ist es gut, dass du sie so sachlich und ausführlich darlegst.
    Danke dafür!
    Hab noch ein schönes Wochenende
    LG
    Yvonne

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